CO2-EINSPARUNG IN DER AUTOMOTIVE INDUSTRIE

Januar 30, 2018 / Software Engineering October 22, 2018


Die Herausforderung

Im Rahmen einer Energie- und Umwelt-Initiative wurde von Daimler ein umfassendes Programm zur CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit gestartet.

Ein Teil dieses Programms beschäftigt sich mit der Planung, der Kommunikation und dem Management von CO2-Emissionen im Rahmen des Produktionsprozesses.

Der Nutzen

Durch die Nachhaltigkeits-Lösung können Einsparziele- und Erfolge über alle Standorte und Baureihen hinweg gezielt geplant und gesteuert werden.

Die Software dient gleichzeitig als Abstimmungs-Lösung und zur Kommunikation von Einsparzielen und Kennzahlen, die für die jeweiligen Standort- und Produktverantwortlichen als verbindlich gelten.

Die Technologie

Die Software war zunächst eine durch McKinsey erstelltes „Monster-Excel-Sheet“, das eine gute Grundlage zur Entwicklung der Idee, am Ende aber im praktischen Einsatz kaum Bedienbar und unmöglich wartbar war.

In den ersten Generationen wurde die Lösung deshalb mit MS Access als Frontend und MS SQL als Backend entwickelt. Dieser Ansatz blieb erstaunlich lange am Leben. Im weiteren Verlauf haben wir die Lösung dann nach SharePoint 2013 portiert, um dem Betrieb auf der Standard-Plattform bei Daimler abzubilden.

Die Herangehensweise

Da die Prozesse und Algorithmen durch McKinsey im Excel Modell tief in den Formeln der Excel Sheets vergraben waren, mussten wir zunächst das eigentliche Fachkonzept und die Algorithmen aus den Excel Sheets extrahieren und ein Konzept überführen, das sich in wartbarer und skalierbarer Software abbilden lässt.

Da in Excel keine Prozesse abgebildet waren, die Bedienung aber die gezielte bedingte Nutzung bestimmter Spalten und Zellen in Abhängigkeit anderer Spalten und Zellen bedingte, haben wir vor der eigentlichen Software-Erstellung die bestmögliche User Experience (UX) mit repräsentativen Anwendern abgestimmt und diese dann in MS Access abgebildet. Dass das zum damaligen Zeitpunkte keine schönen Oberflächen erzeugt hat ist eine andere Sache…

In weiterführenden Schritten haben wir dann Testautomaten entwickelt, um die komplexen Prozesse regressiv testen zu können, da selbst kleine Fehler in den Algorithmen zu großen Verzerrungen führen können.

Mit der Einführung der Software ging die Software dann auch in den regulären Wartungsprozess über.

Fazit

Das System ist nun in 6.-ter Generation im Einsatz und hat sich umfassend bewährt. Trotz enormer Veränderungen im Umfeld der Softwarelösungen ist unsere Lösung noch immer im Einsatz.